Zwischen Kaukasus und Seidenstraße

Eine Bildungsreise der Evangelischen Erwachsenenbildung Baden-Baden nach Georgien und Armenien

Es sind noch einige Plätze frei bei der Bildungsreise der Evangelischen Erwachsenenbildung Baden-Baden, die die Teilnehmenden vom 18.5. bis 30.5.2018 in zwei Länder am Rande Europas führt. Im Norden Georgiens sind es die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus, die faszinieren, und im Süden Armeniens wird es einen Teil der berühmten Seidenstraße zu entdecken geben. Dazwischen liegen vielfältige Landschaften, tiefe Schluchten, weite Wälder und der stille Sevan-See, aber auch antike Klöster und Kirchen. Sowohl die großartige Gastfreundschaft beider Länder als auch die legendäre Sangeskunst der Georgier (Weltkulturerbe der UNESCO) kann auf dieser Reise hautnah erlebt werden.

Reiseleitung: Karin Falk, Evang. Erwachsenenbildung Baden-Baden, deutschsprachige Reisebegleitung vor Ort.

Kosten: ab 16 Teilnehmenden – 2.150 €; ab 21 Teilnehmenden – 1.950 €

Weiterführende Infos und Anmeldung über die Luthergemeinde Baden-Baden
(luthergemeinde.bad@arcor.de).

Gerne auch telefonisch unter 07221 97980.

Luthers Grüner Salon mit Sibylle Knauss

Nachdem „Luthers Grüner Salon“ im vergangenen November seinen Auftakt hatte, lädt die Evang. Erwachsenenbildung Baden-Baden zur nächsten Begegnung mit einer Autorin unserer Tage ein. Zur Lesung und zum Gespräch „in Wohnzimmeratmosphäre“ ist diesmal die Ludwigsburger Schriftstellerin und Filmdramaturgin Sibylle Knauss eingeladen. Sie liest aus ihrem neuesten Roman „Der Gott der letzten Tage“: Das letzte Abenteuer, das uns bevorsteht ist, zu sterben. Eigentlich geht es zu weit, davon zu erzählen. Aber genau so weit will Sibylle Knauss mit diesem Buch gehen.

Ein Pfarrer, Sterbebegleiter, Prediger, bekannt für seine wundervollen Grabreden, geht seinen letzten Weg. Doch jetzt, künstlich beatmet, kann er nicht mehr sprechen. Dafür ergreift Gott jetzt selber das Wort und hat ihm einiges zu sagen. Er duldet kein Pathos, keine Ausreden, keine Überhöhungen. Und dann geht es zur Sache: seine Lieben, sein Glaube, seine Verfehlungen. Es ist eine sehr, sehr lebendige Sache, zu sterben.

Was geschieht am Ende mit uns? Wie blicken wir auf das Leben, das wir gelebt haben? Die Menschen, die uns verbunden sind? Wie fühlt der Abschied sich an, der endgültig ist? Auch der Abschied von uns selbst? Am Ende, das wissen wir, wartet eine Erfahrung, die alles andere in den Schatten stellt.

Sibylle Knauss liest und spricht über ihre Arbeit am 14. Januar 2018, um 19 Uhr im Lutherhaus, Maximilianstr. 82, Baden-Baden/Lichtental. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang willkommen; für Getränke ist gesorgt.

Thomas Weiß

Völlig umsonst

Ach Gott, es ist doch alles umsonst! Diese ganze Hoffnung, es könnte im neuen Jahr irgendwie besser werden – alles umsonst. Das Warten auf die guten politischen Entscheidungen, die gesellschaftliche Wende – alles umsonst. Die Sehnsucht nach einer Schöpfung, die nicht seufzen muss – alles umsonst! Und da müh ich mich ab, ein recht anständiger Mensch zu sein – alles umsonst. Alles, alles umsonst! Was soll aus dem Jahr bloß werden, wenn alles umsonst ist?

Aber wissen Sie was: Ich freu mich, freu mich wie ein Schneider, dass alles umsonst ist!

Die Jahreslosung der Herrenhuter Brüdergemeine für 2018 – für viele Christinnen und Christen aller Konfessionen ist das „Losungsbüchlein“ ein täglicher, geistlicher Begleiter – steht im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung. Dort heißt es im 21. Kapitel: „Gott spricht: Ich will den Durstigen von der Quelle des lebendigen Wassers geben umsonst!“

Was für ein Wort, um ein neues Jahr zu beginnen! Gott gibt – umsonst. Was nun eben nicht heißt: sinnlos und ohne Wirkung, sondern: kostenfrei, ganz ohne Preis und Bedingung. Einfach so, weil wir es ihm wert sind, weil er uns liebt. Vielleicht lässt sich das aus dem vergangenen Reformationsjubiläumsjahr nach 2018 mitnehmen, diese Glaubenserkenntnis Luthers, dass Gott sich zuwendet ohne Vorbedingung, ohne dass wir etwas dafür leisten müssten. So ließe es sich im neuen Jahr doch ganz befreit und wagemutig leben – wagemutig unsere Schritte tun. Keiner davon wird sinnlos-umsonst sein und keiner ohne Gewinn.

Aber … naja, ich schränke jetzt mal ein bisschen ein. Gott liebt und gibt ganz kostenfrei; aber damit ich das in seiner Fülle annehme und leben kann, ist eine bestimmte Haltung wenigstens hilfreich: die des Dürstenden, der das Wasser sucht.

Die Jahreslosung gibt mir die Frage auf, ob ich denn noch dürste oder schon sitt und satt bin und mit allem Gewohnten Genüge habe. Kosten Sie im neuen Jahr den Durst doch ein wenig aus, den Durst nach Vertrauen und Freundschaft, den Durst nach Lösungen im Großen und im Kleinen, die Sehnsucht nach Mut.

Gott stillt den Durst – und das ist völlig umsonst!

 

Thomas Weiß

Evang. Pfarrer

Luthergemeinde Baden-Baden